Philosophie:

Als finaler Schritt vor der Fertigung der Tonträger kommt dem Mastering eine besondere Bedeutung zu. Nach der gängigen Definition des Prozesses unterscheiden auch wir zwischen musikalischem- und Premastering.

Letzeres beeinhaltet die Kontrolle der Lautheit und des finalen Pegels, wichtig speziell wenn nach •iTunes Kriterien• gemastert werden soll. An dieser Stelle werden auch die •ISRC Codes• in das Audiomaterial integriert. Die ISRC- und ggf. EAN Codes sollten also bis spätestens zu diesem Schritt vom Kunden bereitgestellt werden. (siehe Reality check)
Von uns geliefert wird ein 24bit 44.1 Premaster als Image Datei die so direkt ans Presswerk, den Online Vertrieb oder das Label geschickt werden kann.

Wir nehmen Material in digitaler Form in allen gängigen Formaten (nach Absprache u.U. auch ältere Digital Formate) , analog auch 1/4” und 1/2” Tape mit 7,5ips und 15ips Geschwindigkeit an.
Interessenten können sich •HIER• eine Checkliste herunterladen.

Während der Premaster Prozess klare Umrisse hat, ist die unmittelbare Vorstufe, das musikalische Mastering als schwieriger zu definieren.

Grundsätzlich werden im musikalischen Mastering letzte Veränderungen im Frequenzgang und des Panoramas der Gesamtsumme, sowie deren Dynamik finalisiert.
Die Eingriffe hier, vor allem im Frequenzgang, sind idealerweise Verfeinerungen und versetzen dem vom Kunden gebrachten Mix den letzten Schliff. In mehreren Stufen werden Kompression und Limiting,  manuelles Anheben bzw. Absenken einzelner Passagen, sowie Fades eingesetzt um den Stücken die optimale dynamische Charakteristik zu verleihen.
Je nach Genre kann hier auch Kompression als Stilmittel eingesetzt werden um transparenten Popmixes den nötigen “Druck” zu verschaffen oder über eine gesamte Produktion mittels Lautheits und Lautstärkenmanipulation einen Spannungsbogen zu erzeugen.
Wenn absolute Transparenz, wie z.B. in der alten Musik (Klassik,Renaissance,Barok, etc…)erforderlich ist wird Kompression, wenn überhaupt verwendet, für den Hörer nicht wahrnehmbar sein.
Schlussendlich wird bei Album Produktionen auch die Reihenfolge und endgültige Länge der einzelnen Tracks, und somit auch die Pausen festgelegt.
Neben der Reihenfolge kommt den Pausen eine besondere Bedeutung zu, mit entsprechender Länge können sie als bindendes Element oder als Separator zwischen den Tracks eingesetzt werden und haben dadurch bei Alben eine besondere Stellung.

Praxis:

Auch beim Mastern wird eine Mischung aus digitaler und analoger Technik angewendet, die digitale Ebene wird hierbei hauptsächlich zum technischen Mastering und zur Fehlerbehebung (siehe Reality Check) zum Einsatz kommen, während analoges Equipment verwendet wird um dem  Material eine individuelle klangliche Signatur zu verleihen.
An dieser Stelle verzichten wir auf die oft übliche Liste von Geräten und verweisen für technisch interessierte auf die unvermeidliche •Equipment Page•.

Reality Check:

Mastering ist nur bedingt dazu geeignet, Fehler und Probleme bei fertigen Mixes zu beheben. Warum, liegt bei genauerer Betrachtung auf der Hand: Dadurch, dass nur eine Stereosumme vorhanden ist wirkt JEDER Eingriff, ob in einem Frequenzbereich oder in der Dynamik auf ALLE vorhandenen Instrumente.
Beispiel 1: Ein notwendiger, unter Umständen radikaler Eingriff zur klanglichen Verbesserung von Stimmen wird sich oft unvorteilhaft auf die anderen, klanglich ausgewogenen Instrumente (wie Klavier oder Gitarren) auswirken.
Beispiel 2: Dynamikbearbeitung und Problembehebung bei Bass Instrumenten zieht häufig ungewollte Veränderungen im Mitten und Höhenbereich nach sich, da im Bassbereich die grösste Energie liegt und Manipulationen sich hier drastischer auswirken.

Die Behebung von derartigen Problemen die beim Mischen die manchmal durch Fehler, meisst aber durch unausgewogene und mangelhafte Abhörsituation entstehen, kosten Zeit, dem Kunden somit unnötiges Geld und sind im Endergebnis immer nur ein Kompromiss.

Um dem Vorzubeugen empfehlen wir ein rechtzeitiges Auditioning bei uns im Studio, solange die Mixes noch im Fertigungsprozess sind.
Auf unserer hochwertigen Abhöre lassen sich auch feiste Details in der Dynamik und im Stereobild identifizieren und somit potentielle Probleme erkennen.
Dieses Auditioning dauert in der Regel 1 bis 3Stunden, beinhaltet ein umfassendes Beratungsgespräch mit dem Kunden und ist bei uns im Mastering inbegriffen. Es wird bei Auftragserteilung NICHT BERECHNET und der Kunde erhält eine Empfehlung, die im Idealfall dann natürlich “Alles Gut, wir sehen uns dann am TagX” heisst.
Ein zusätzlicher Vorteil ist dabei, dass der Kunde sich vor Ort überzeugen kann dass seine Produktion in guten Händen ist.
Entscheidet sich der Kunde nach erfolgtem Auditioning nicht für das Mastern bei uns, wird für die Konsultation und die Benutzung des Studios ein Betrag von 70€ pro Stunde in Rechnung gestellt.
Ein Auditioning kann unter Umständen auch online erfolgen, die Mixes werden ausführlich durchgehört und eine Zusammenstellung der Eindrücke und eventuell vorhandener Probleme schriftlich zurückgeschickt. Wir preferieren allerdings den direkten Kontakt im Studio sodass der Kunde sich von der Qualität seines Materials auf unserer Abhöre selbst überzeugen kann.

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